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Wiederentdeckt: zwischen Vergangenheit und Inszenierung

Manchmal tauchen Bilder wieder auf, die sich anfühlen, als hätten sie irgendwo zwischen Vergangenheit und Fantasie überlebt.

Dieses hier stammt aus einer meiner älteren Serien – tatsächlich handelt es sich um das Original meines Headerbildes. Und jedes Mal, wenn ich es wieder sehe, hat es diese ganz eigene Wirkung auf mich: ein Hauch von Theater, ein leiser Nachhall von Inszenierung, fast wie ein Echo, das aus einer anderen Zeit herüberweht.

In dieser Stimmung taucht für mich unweigerlich die Welt von Maria Theresia auf. Nicht als historisches Bild im engeren Sinn, sondern als Atmosphäre, die geblieben ist – in Wien, in seinen Fassaden, in der Art, wie Geschichte hier noch spürbar in den Straßen liegt. Diese barocke Sprache aus Haltung, Ausdruck und Präsenz, die nicht erklärt werden muss, sondern einfach da ist. Zeitlos, schwer greifbar und doch unmittelbar fühlbar.

Vielleicht ist es genau diese Verbindung, die mich immer wieder zu Musicals zieht. Sie schaffen diesen schmalen Grat zwischen Realität und Inszenierung, zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und lassen beides gleichzeitig existieren, ohne es auflösen zu müssen.

Aktuell läuft in Wien ein Musical über Maria Theresia, und allein diese Idee berührt etwas in mir. Als Musicalfan ist es genau diese Schnittstelle, die mich fasziniert: Geschichte nicht nur zu kennen, sondern sie als Moment zu erleben, der sich entfaltet, während man selbst still im Dunkeln sitzt und zuschaut.

Einmal dort zu sitzen und diese Geschichte live zu sehen, wäre kein großes Ziel, eher ein stiller Wunsch – ein Augenblick, der sich einfach entfaltet, ohne Erwartung.

Manche Bilder sind eben nicht nur Erinnerungen. Sie sind kleine Türen in andere Zeiten.

Ein musikalischer Moment, der für mich genau diese Welt öffnet: