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Vom Schandfleck zur kleinen VIP-Lounge – DIY Transformation mit Holz, Pflanzen und viel Herz

Manchmal gibt es diese Ecken, an denen man täglich vorbeiläuft und denkt: „Da müsste man eigentlich mal…“ – und genau so ein Bereich war dieser kleine, unscheinbare Hofbereich: ungemütlich, wenig einladend und ehrlich gesagt einfach ein optischer Schandfleck. Aus genau dieser Ecke ist in Eigenleistung ein völlig neuer Lieblingsplatz entstanden: eine kleine, gemütliche Terrassenlounge – fast schon eine kleine VIP-Ecke zum Abschalten, Ankommen und Genießen. Gib hier deinen Absatz ein

Die Verwandlung: aus „hässlich“ wird „chillig“

Der Grundgedanke war klar: Ein Ort sollte entstehen, der nicht perfekt inszeniert, sondern einfach echt und gemütlich ist.Verwendet wurde dabei vor allem Douglasienholz, das geölt wurde und dem Bereich eine warme, natürliche Ausstrahlung verleiht. Ergänzt wurde das Ganze durch eine kleine Bistrogarnitur – schlicht, funktional und genau richtig für zwei Personen. Eine einzelne Pflanze sorgt für Leben und Natürlichkeit, während eine Schilfmatte die Wand optisch deutlich aufwertet und dem gesamten Bereich mehr Struktur und Ruhe gibt. Dadurch wirkt die Ecke sofort geschlossener und deutlich gemütlicher.Am Ende ist ein kleiner Rückzugsort entstanden – perfekt für einen Kaffee mit Besuch, ein Gespräch mit einem Freund oder ein entspanntes Frühstück mit meinem Sohn.

Die große Dachterrasse – ein laufendes Herzensprojekt

Neben dieser kleinen Lounge gibt es noch ein weiteres, deutlich größeres Projekt: die Dachterrasse direkt am Haus. Hier ist bereits viel passiert. Die alte, in die Jahre gekommene Überdachung mit morschen Balken und Wellplatten wurde komplett erneuert und durch moderne Doppelstegplatten ersetzt. Damit ist nicht nur die Optik, sondern auch die Substanz deutlich aufgewertet worden.Ein besonderer Fokus liegt hier auf Holz – meinem absoluten Lieblingsmaterial. So entstand eine ca. 20 m² große Terrassendiele aus Douglasie, die dem gesamten Bereich Wärme und Natürlichkeit verleiht. Auch eine gebrauchte Teakholz-Garnitur hat hier ihren Platz gefunden. Diese wird aktuell noch geschliffen und neu geölt, um wieder in neuem Glanz zu erstrahlen. Ein weiteres Highlight ist der Makramee-Hängesessel, der dem Bereich eine entspannte, fast schon boho-inspirierte Atmosphäre gibt. Dazu kommen viele Pflanzen und vorbereitete Hochbeete, die den Raum lebendig machen und Struktur geben. Der Stil bewegt sich insgesamt zwischen Industrial und Boho – eine Mischung aus klaren Linien, natürlichen Materialien und gemütlicher Leichtigkeit.

Ausblick: Dachterrasse als grüne Oase

In diesem Jahr geht das Projekt weiter – und zwar mit einem besonderen Fokus auf Begrünung.Die Dachterrasse soll noch grüner, lebendiger und natürlicher werden. Ziel ist es, eine kleine Oase zu schaffen, die nicht nur für uns Menschen schön ist, sondern auch für Bienen, Insekten und andere kleine Lebewesen einen Lebensraum bietet.Ein großes Highlight wird dabei die geplante Dachbegrünung.

Dachbegrünung: nachhaltig, schön und voller Vorteile

Die Idee einer extensiven Dachbegrünung begeistert mich sehr, weil sie gleich mehrere Vorteile miteinander verbindet:

Schutz des Daches: Die Begrünung schützt vor UV-Strahlung, extremen Temperaturen und sogar Hagel und kann die Lebensdauer des Daches deutlich verlängern.

Regenwassermanagement: Je nach Aufbau kann eine Dachbegrünung etwa 60 % bis 90 % des Niederschlags speichern und damit die Kanalisation bei Starkregen entlasten.

Klimaregulation: Sie wirkt dem sogenannten „Heat Island Effect“ entgegen und sorgt im Sommer für angenehme Kühlung und im Winter für zusätzliche Dämmung.

Luftverbesserung: Dachbegrünungen binden Feinstaub und tragen so zur Verbesserung der Luftqualität bei.

Biodiversität: Sie schafft Lebensraum für Insekten und unterstützt die lokale Artenvielfalt.

Kostenfaktor: In vielen Fällen ist eine Dachbegrünung auch in Eigenleistung realisierbar und dadurch finanziell gut machbar.

Wichtig ist allerdings immer, vorher zu prüfen, ob das Dach statisch dafür geeignet ist. Die Traglast sollte entweder aus den Bauplänen ersichtlich sein oder durch einen Statiker geprüft werden.Ein zusätzlicher Vorteil, der oft vergessen wird: In vielen Gemeinden kann eine begrünte Dachfläche gemeldet werden, wodurch sich unter Umständen die Niederschlagswassergebühr reduzieren lässt.

Fazit

Aus einer ungenutzten, ungemütlichen Ecke ist ein kleiner, persönlicher Wohlfühlort entstanden – und gleichzeitig wächst ein größeres Projekt weiter: die Dachterrasse als grüne, nachhaltige und moderne Wohnraumerweiterung im Außenbereich.Es zeigt sich immer wieder: Mit ein wenig Zeit, Kreativität und dem richtigen Material lässt sich sehr viel verändern.Und das Beste daran: Dieses Projekt ist noch lange nicht fertig. Sobald es neue Entwicklungen gibt, folgt natürlich ein weiteres Update.